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Swiss Paralympic Ski Team Teil 1

Unsere fachlichen Beiräte sind in unterschiedlichen Spezialgebieten tätig.

Francesca Brenni stellt uns in einem dreiteiligen Bericht die Sportbetreuung beim Swiss Paralympic Ski Team vor.

Spannende Lektüre!

 

 

Sportbetreuung beim Swiss Paralympic Ski Team

Vorbereitung für die Paralympische Winterspiele aus sportphysiotherapeutischer Sicht

 

Die Vorbereitung für diese wichtige Saison ist bei den Paralympischen Athleten nicht viel anders, als für den olympischen Athleten. Die Planung begann bereits im Frühling mit dem Konditionstraining.

Bei den Leistungstests werden alle konditionellen Fähigkeiten (Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit) sowie die koordinativen Fähigkeiten überprüft. Diese Tests werden für die sitzenden Athleten in der Sportmedizin des Paraplegischen Zentrums in Nottwil und für die stehenden Athleten in der Sportmedizin der Rehaklinik in Bellikon durchgeführt. Im Anschluss an diese Tests begann die Saison 2017 mit individuellen Konditionstrainings und dem Sommertraining.

 

Das Swiss Paralympic Ski Team hat ein Physiopool mit drei Physiotherapeutinnen, die sich ihre Einsätze aufteilen. Ich betreue das Team seit 2014 und bin an den meisten Weltcuprennen und an den internationalen Anlässen dabei.  

 

Mein erster Einsatz für die Saison 2017/18 war im Juli in Norwegen.

 

In Norwegen haben wir frühmorgens auf den Pisten des „Fonna“-Gletschers trainiert. Die Trainings wurden in Kooperation mit den niederländischen, schwedischen und norwegischen Paralympic Skiteams organisiert. Eine solche Zusammenarbeit mit anderen Ländern und deren Nationalmannschaften ist in der paralympischen Welt normal, Wir sind alle gut befreundet und helfen uns gegenseitig. 

Abb. 1 Christoph Kunz (Norwegen 2017)

Abb. 2

Links: Christoph Kunz (Goldmedaille in Sotschi und Vancouver sowie Weltmeister 2017)

Rechts: Robin Cuche (Silber WM 2017) und Theo Gmür (Silber WM 2017)

Von August bis Ende Oktober hatte die Mannschaft mehrere Kadertrainings im Schnee. Diese fanden mehrheitlich, vor allem für die Speed-Disziplinen, in Saas-Fee und im Oktober im österreichischen Pitztal statt. Unsere Einsätze sind bei diesen Trainingswochen sehr abwechslungsreich, da die Athleten (noch) wenig individuelle Behandlungen benötigen und somit das Physioteam auch stark in die Konditions- & Koordinationstraining, Stretching, Stabilisation und Ausgleichtraining involviert werden kann.

In den Einzeltrainings arbeite ich gemeinsam mit den Athleten vor allem an den individuellen Schwächen, die im Training auf dem Schnee oder bei der Leistungsdiagnostik beobachtet wurden. Häufig kommt es dabei durch die physische Behinderung der Athleten zu massiven Kompensationen und Folgebeschwerden. Diese müssen teilweise, da leider unumgänglich, akzeptiert werden und man versucht, so gut wie möglich eine athletische Körperhaltung aufzubauen und entsprechend zu stabilisieren. Das ist je nach individueller Behinderung und Problematik sehr unterschiedlich.

 

Abb. 3 Micha Wäffler (Paraplegie) während eines individuellen Trainings 

 

...und nächste Woche am 5. Dezember erfahrt ihr mehr.

 

Francesca Brenni

 

Francesca Brenni

M Sc Sportphysiotherapie

Rümelinbachweg 10

4054 Basel

brenni@agility-sportphysio.ch

www.agility-sportphysio.ch

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