Spannend-Lehrreiches Sportbetreuer Modul 1 vom Samstag 6. April 2019

Der diesjährige Sportbetreuer-Kurs der SART unter der Leitung von Thomas Balke und Séverine Albini startete letzten Samstag 6. April 2019 bereits in die 11. Runde. Ein Chefarzt, ein Zahnarzt, ein Trainer, ein Mentaltrainer sowie ein Physiotherapeut vermittelten den 13 interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern grundlegendes Wissen und teilten ihre eigenen Erfahrungen aus dem Sportbereich.

 

Pünktlich um 08.30 Uhr begrüssten die Kursleiter Thomas Balke und Séverine Albini die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sportbetreuer-Kurs der SART. Nach der interaktiven Vorstellungsrunde führte Thomas Balke in die Anforderungen der Sportbetreuung ein und betonte dabei, dass stets der Athlet/die Athletin im Mittelpunkt stehen soll.

 

Anschliessend klärte Dr. med. Hans Joachim Rist aus der Rennbahnklinik über den Dopingmissbrauch zur Steigerung der Leistungsfähigkeit bei Sportlern auf. Die aktuelle Dopingliste mit den aufgeführten verbotenen Substanzen und Methoden wird jährlich erneuert. Vorsicht geboten ist insbesondere bei Nahrungsergänzungsmitteln, welche mit Anabolika verunreinigt sein können.

 

Nach der Kaffeepause berichtete Claude Ammann von seinen Erfahrungen als Profitrainer und die Trialbike-Fahrerin Debi Studer erzählte aus ihrem Spitzensportalltag. Das Podiumsgespräch verschaffte einen spannenden Einblick in die Sportwelt aus Sicht des Trainers sowie der Athletin.

 

Beim offerierten Mittagessen kam es zum angeregten Austausch zwischen den Teilnehmenden und Dozenten.

 

Gleich nach der Mittagspause eröffnete Robert Lauber die Runde mit einer praktischen Durchführung von Techniken aus dem mentalen Training. Voller Leidenschaft erörterte er den Stellenwert des Mentaltrainings im Sport und warnte vor der Einnahme von Beruhigungsmitteln, welche die Leistungsfähigkeit des Körpers herabsetzen.

 

Zahnunfälle kommen insbesondere in Kampf-, Stock-, Kontakt- und Trendsportarten immer häufiger vor, weshalb Dr. med. dent. Dominik Rychen die Notfallversorgung bei Zahnverletzungen vorstellte. Jeder Notfallkoffer muss zwingend mit einer Zahnrettungsbox ausgestattet sein, um herausgeschlagene Zähne richtig aufzubewahren. Als Alternativen bieten sich auch Milch, isotone Na-Cl-Lösung oder die Lagerung in Kunststoff-Folie an.

 

Der letzte Vortrag vom Physiotherapeuten Lukas Moosmann thematisierte die physiologischen Abläufe der Wundheilung und die entsprechenden Massnahmen in den jeweiligen Wundheilungsphasen. Das Akronym „POLICE“ steht für Protection – Optimal Load – Ice – Compression – Elevation und gilt als Grundsatz für die akute Versorgung von Sportverletzungen. Nach diesem ersten lehrreichen Kurstag freuen sich alle auf die nächsten drei bevorstehenden Module und setzen in der Zwischenzeit das Gelernte bereits in der Praxis um.

 

Stephanie Uebersax

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