Modul 3 des Sportbetreuerkurses 2019

Drei Viertel der Ausbildung zum Sportbetreuer 2019 sind bereits vorbei. Am Sonntag fand der dritte Ausbildungstag statt.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuten sich auf das vielversprechende Programm des dritten Kurstages: Medizinische Notfälle auf und neben dem Sportplatz, Medikation, Sporternährung, Regeneration und die Ausstattung des Sportbetreuerkoffers. 

 

Am Morgen teilte Dr. med. Stefan Gisin sein Know-how und seine Erfahrungen mit medizinischen Notfällen. In seinem interaktiven Vortrag wurden verschiedenste medizinische Notfallszenarien thematisiert, mit welchen die Sportbetreuer und –betreuerinnen in ihrer Arbeit konfrontiert werden könnten. Bei Atemproblemen, die möglicherweise durch Insektenstiche im Rachenbereich, Asthma-Anfälle oder Hyperventilieren verursacht werden können, gilt es in erster Linie zu beruhigen, allenfalls notwendige Medikation abzugeben oder an medizinisches Fachpersonal weiterzuleiten. Ein Sonnenstich oder ein Hitzeschlag, der auch ohne direkte Sonneneinstrahlung auftreten kann, müssen unterschieden werden können. Bei einer Überhitzung des gesamten Körpers infolge eines Hitzeschlages sollte ein Arzt aufgesucht werden. Beim seltenen Sudden cardiac arrest in athletes während oder kurz nach dem Sport, bei dem der Athlet ohne ersichtliches Unfallereignis zusammensinkt und liegen bleibt, muss prompt gehandelt werden: Wer nicht atmet, hat keinen Kreislauf und sofortige Reanimation mit Herzmassage, Beatmung und Defibrillation muss eingeleitet werden. Der Basic Life Support wurde im Kurs repetiert und mit Attrappen geübt. 

 

Dr. med. Robert Graf klärte über die Medikamente im Notfallkoffer auf und betonte dabei, dass in der Medikation weniger mehr ist. Wichtig dabei ist, dass die Anwendung, die Kontraindikationen sowie Nebenwirkungen des jeweiligen Medikamentes bekannt sind und das Ablaufdatum vorgehend kontrolliert wurde. Sportbetreuer und –betreuerinnen sollen in der Abgabe von Medikamenten bedacht sein, die Dopingliste beachten und in Absprache mit einem Arzt handeln. 

 

Nach dem Mittagessen referierte die Ernährungsberaterin Katrin Wehrle zum Thema Ernährung und Sport. Neben der Basisernährung müssen sportartspezifische Anpassungen vorgenommen werden, damit sich die Athleten bedarfsdeckend und entsprechend ihrer Ziele ernähren. Besonders bedeutsam ist eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung, während dem Sport allenfalls mit einem isotonischen Getränk. Der Ernährung vor, während und nach der Belastung muss besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, sodass optimal Energie zur Verfügung steht und die Speicher anschliessend wieder aufgefüllt werden können. Die Physiotherapeutin Sabrina Frey-Grimm vom Medical Fitness Team in Basel knüpfte daran an und fasste die Möglichkeiten der Regenerationsmassnahmen im Sport zusammen. Neben der aktiven Regeneration im Rahmen eines Cool-Downs fördern passive Regenerationsstrategien wie Dehnung, Massage und Kryotherapie die Erholung. Sie unterstrich die Wichtigkeit des festen Bestandteils der Regeneration im Trainingsplan. 

 

Zum Abschluss des Tages konnten das bereits Gelernte praktisch vertieft werden und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden von Kursleiter Thomas Balke aufgefordert, zwei Notfallkoffer kritisch zu analysieren. Gemeinsam wurde diskutiert, welche Ausstattung zwingend erforderlich ist, um eine optimale Betreuung gewährleisten zu können. Grob zusammengefasst ist dies Material zur Wundversorgung und zum Tapen, Salben und Medikamente. Etwas zur Kühlung darf auch nie fehlen: Sei es zur Schmerzlinderung nach einem Trauma oder zur Abkühlung in der hitzigen Sonne - in diesem Sinne eine schöne Sommerzeit. 

 

Stephanie Uebersax

 

 

Für weitere Auskünfte

Thomas Balke 

Verantwortlicher Ausbildung Sportbetreuer

thomas.balke@meriansante.ch

 

 

 

 

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