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Byebye Sportbetreuerausbildung 2019 - Ein erfolgreicher Kurs geht zu Ende

Am letzten Samstag, 31. August 2019, trafen sich die motivierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sportbetreuerkurs von SART zum (leider) schon letzten Mal im Parkresort Rheinfelden. Am Vormittag vermittelte Thomas Balke viel Wissen über Prävention, ehe wir am Nachmittag unter der Leitung von Heinz Gasser unsere Massagekünste übten. Den Abschluss machte ein interaktiver Austausch mit den Experten Emmanuel Abt, Jan-Arie Overberg und Simon Heinis, die ihre Erfahrungen mit uns teilten.

Bei seinem Input zur Prävention betonte Kursleiter Thomas Balke, dass die Leistung und die Erfolgswahrscheinlichkeit im Spitzensport massgeblich von präventiven Massnahmen geprägt wird. Eine Verletzung geschieht aufgrund multifaktorieller Gründe durch soziokulturelle, psychosoziale, psychische, technomotorische, energetische und strukturelle Dispositionen. Während die Prävention bei Kontaktverletzungen eher an der Wahl von Protektions-Material ansetzt (zum Beispiel Helm, Zahnschutz und Halsschoner im Eishockey), können Verletzungen ohne Gegnerkontakt, wie sie im Fussball häufig vorkommen, durch aktive präventive Massnahmen reduziert werden. Das FIFA 11+ Programm bietet hierfür eine gute Möglichkeit: Nebst Lauf- und Sprungübungen sind gezielte Kräftigungs- und Balanceübungen Bestandteil des Warm-Ups. Natürlich gehört auch die berüchtigte Nordic Hamstring Übung zum Programm. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlüpften in die Rollen als Trainer und Spieler, um die Übungen praktisch umzusetzen. Während die einen instruierten und korrigierten, stellten sich die anderen der sportlichen Herausforderung und die Schweissperlen flossen.

 

Fairplay wird nicht nur im Spiel sondern auch im Kurs hochgeschrieben

Die Gruppen wurden getauscht, um das OSTRC Schulter-Verletzungs-Präventions-Programm kennenzulernen und durchzuführen. Das Programm, welches dreimal wöchentlich ins Training integriert werden kann, eignet sich für Wurfsportler wie Handballer oder Volleyballer. Die fünf Übungen fokussieren die Rumpf- und Schulterstabilität und –mobilität und können nach sechs Wochen progressiv gesteigert werden. Vor allem der Exzentrik der Schulter-Aussenrotatoren, welche der häufigste Verletzungsmechanismus darstellt, wird viel Aufmerksamkeit gewidmet. 

Wohl verdient kam die Mittagspause, in welcher die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit für einen fachlichen sowie persönlichen Austausch nutzten. 

 

Alle 13 Teilnehmenden haben bestanden

Am Nachmittag durften erstmals die Gehirnzellen bei der Beantwortung von einigen Fragen über alle Sportbetreuer-Module schwitzen, ehe sich die Muskeln und der Geist bei der Massage entspannen konnten. 

Voller Leidenschaft zeigte uns der Masseur Heinz Gasser anschliessend seine Massagekünste und berichtete von seinen Erfahrungen in der Sportmassage als Betreuer der schweizerischen Bob- und Rad-Nationalmannschaft. Zum Kursabschluss bot sich die Möglichkeit, den Experten Emmanuel Abt und Simon Heinis knifflige Fragen zum Thema Tapen und zur Diagnostik von Verletzungen zu stellen. Mit Jan-Arie Overberg konnten die Notfallszenarien „On-Field“ nochmals geübt werden. 

 

Alle 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Prüfung bestanden! Beim Apéro stiessen wir erfreut zum bestandenen Sportbetreuer-Kurs an und pflegten die Gemeinschaft.

 

Zu Recht wirbt SART mit dem Slogan „Aktiv vernetzt“

Die Vernetzung und der spannende Fachaustausch mit Experten aus unterschiedlichen Berufsgruppen ist auch in diesem Kurs gelungen. An dieser Stelle gilt ein grosses Dankeschön den Kursorganisatoren Séverine Albini und Thomas Balke für ihr Engagement. An alle praktizierenden und zukünftigen Sportbetreuer, Neugierigen und Interessierten: Der Sportbetreuer-Kurs von SART ist (fast) ein Muss und kann wärmstens empfohlen werden. LOOOOOOS anmelden – der nächste Kurs beginnt bereits im Frühjahr 2020...

 

Stephanie Uebersax

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