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Modul 3 des Sportbetreuerkurses 2019

Drei Viertel der Ausbildung zum Sportbetreuer 2019 sind bereits vorbei. Am Sonntag fand der dritte Ausbildungstag statt.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuten sich auf das vielversprechende Programm des dritten Kurstages: Medizinische Notfälle auf und neben dem Sportplatz, Medikation, Sporternährung, Regeneration und die Ausstattung des Sportbetreuerkoffers. 

 

Am Morgen teilte Dr. med. Stefan Gisin sein Know-how und seine Erfahrungen mit medizinischen Notfällen. In seinem interaktiven Vortrag wurden verschiedenste medizinische Notfallszenarien thematisiert, mit welchen die Sportbetreuer und –betreuerinnen in ihrer Arbeit konfrontiert werden könnten. Bei Atemproblemen, die möglicherweise durch Insektenstiche im Rachenbereich, Asthma-Anfälle oder Hyperventilieren verursacht werden können, gilt es in erster Linie zu beruhigen, allenfalls notwendige Medikation abzugeben oder an medizinisches Fachpersonal weiterzuleiten. Ein Sonnenstich oder ein Hitzeschlag, der auch ohne direkte Sonneneinstrahlung auftreten kann, müssen unterschieden werden können. Bei einer Überhitzung des gesamten Körpers infolge eines Hitzeschlages sollte ein Arzt aufgesucht werden. Beim seltenen Sudden cardiac arrest in athletes während oder kurz nach dem Sport, bei dem der Athlet ohne ersichtliches Unfallereignis zusammensinkt und liegen bleibt, muss prompt gehandelt werden: Wer nicht atmet, hat keinen Kreislauf und sofortige Reanimation mit Herzmassage, Beatmung und Defibrillation muss eingeleitet werden. Der Basic Life Support wurde im Kurs repetiert und mit Attrappen geübt. 

 

Dr. med. Robert Graf klärte über die Medikamente im Notfallkoffer auf und betonte dabei, dass in der Medikation weniger mehr ist. Wichtig dabei ist, dass die Anwendung, die Kontraindikationen sowie Nebenwirkungen des jeweiligen Medikamentes bekannt sind und das Ablaufdatum vorgehend kontrolliert wurde. Sportbetreuer und –betreuerinnen sollen in der Abgabe von Medikamenten bedacht sein, die Dopingliste beachten und in Absprache mit einem Arzt handeln. 

 

Nach dem Mittagessen referierte die Ernährungsberaterin Katrin Wehrle zum Thema Ernährung und Sport. Neben der Basisernährung müssen sportartspezifische Anpassungen vorgenommen werden, damit sich die Athleten bedarfsdeckend und entsprechend ihrer Ziele ernähren. Besonders bedeutsam ist eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung, während dem Sport allenfalls mit einem isotonischen Getränk. Der Ernährung vor, während und nach der Belastung muss besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, sodass optimal Energie zur Verfügung steht und die Speicher anschliessend wieder aufgefüllt werden können. Die Physiotherapeutin Sabrina Frey-Grimm vom Medical Fitness Team in Basel knüpfte daran an und fasste die Möglichkeiten der Regenerationsmassnahmen im Sport zusammen. Neben der aktiven Regeneration im Rahmen eines Cool-Downs fördern passive Regenerationsstrategien wie Dehnung, Massage und Kryotherapie die Erholung. Sie unterstrich die Wichtigkeit des festen Bestandteils der Regeneration im Trainingsplan. 

 

Zum Abschluss des Tages konnten das bereits Gelernte praktisch vertieft werden und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden von Kursleiter Thomas Balke aufgefordert, zwei Notfallkoffer kritisch zu analysieren. Gemeinsam wurde diskutiert, welche Ausstattung zwingend erforderlich ist, um eine optimale Betreuung gewährleisten zu können. Grob zusammengefasst ist dies Material zur Wundversorgung und zum Tapen, Salben und Medikamente. Etwas zur Kühlung darf auch nie fehlen: Sei es zur Schmerzlinderung nach einem Trauma oder zur Abkühlung in der hitzigen Sonne - in diesem Sinne eine schöne Sommerzeit. 

 

Stephanie Uebersax

 

 

Für weitere Auskünfte

Thomas Balke 

Verantwortlicher Ausbildung Sportbetreuer

thomas.balke@meriansante.ch

 

 

 

 

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Zeit der Interclub-Meisterschaften - Zeit der Tennisarme

Häufige Krankheiten – modern behandelt

Wenn von April bis Juli mit Interklub- und Klubmeisterschaften für viele Hobbyspieler die Höhepunkte des Tennisjahrs anstehen, häufen sich auch die Klagen über schmerzende Ellbogen: Der Tennisarm hat – so zumindest die subjektive Wahrnehmung - Hochsaison.

Tatsächlich ist die Epicondylitis humeri radialis, wie der Fachbegriff für den Tennisarm lautet, auf eine Überbeanspruchung der Streckmuskulatur von Handgelenk und Hand zurückzuführen. Ist die Beugemuskulatur betroffen, spricht man dagegen vom «Golferellbogen», der Epicondylitis humeri ulnaris. Allerdings werden die so bezeichneten Krankheitsbilder nur in der Minderheit der Fälle durch den Tennis- oder Golfsport ausgelöst. Vielmehr können sie durch eine Vielzahl von Tätigkeiten verursacht werden, die mit repetitiver Belastung der genannten Muskelgruppen einhergehen. Regelmässiges Tippen am PC gehört genauso dazu wie sich ständig wiederholende Bewegungsabläufe bei handwerklicher Betätigung oder bei Haushaltsarbeiten.

 

Mikroverletzungen

Die betroffenen Muskelgruppen sind im Bereich des Ellbogengelenks durch ihre Sehnen mit dem Oberarmknochen verbunden. Diese Verbindung stellt relativ gesehen eine Schwachstelle des menschlichen Bewegungsapparats dar, weshalb sich eine Überlastung hier leicht bemerkbar macht. Es kommt zu einer Verletzung des Gewebes, die durch die Bildung feinster Risse charakterisiert ist. Die Mikroverletzungen der Sehne setzen Reparaturmechanismen im Sinne einer Narbenbildung in Gang, die mit einer Entzündungsreaktion und im chronischen Fall einer Degeneration des Gewebes einhergehen. Die Entzündung führt zu den charakteristischen Schmerzen am Ellbogen, die im Extremfall schon in Ruhe auftreten und die betroffene Hand in ihren Funktionen massiv einschränken können.

 

Dass dieses Krankheitsbild mitunter durch «harmlose» Tätigkeiten wie ständiges Hantieren mit der Computermaus ausgelöst wird, erstaunt den Laien, kann aber vom Experten erklärt werden. Es sei in diesem Zusammenhang zwischen repetitiver Dauerbelastung und der sogenannten Spitzenbelastung zu unterscheiden, erklärt Dominik Meyer, orthopädischer Chirurg und Medizinphysiker, der an der Universitätsklinik Balgrist die Schulter- und Ellbogenchirurgie leitet. Was zähle, sei die Summe beider Belastungsformen. Variablen, die im Tennissport die Belastung der betroffenen Sehnen modulieren, sind etwa Art und Alter der verwendeten Saite, Schlägerkopfgrösse, Schlägermaterial und Gewichtsverteilung des Schlägers. Die Griffdicke scheint dagegen nach neueren Erkenntnissen nicht entscheidend zu sein.

 

Der Tennisarm zählt im orthopädischen Fachgebiet zu den häufigsten Erkrankungen – für Spezialisten wie Dominik Meyer ist er mit einem Anteil von über 30 Prozent der Konsultationen wegen Ellbogenproblemen gewissermassen das tägliche Brot. Dennoch empfiehlt er, bei verdächtigen Beschwerden zunächst den Hausarzt zu konsultieren. Denn ein Tennisarm könne im Normalfall mit einfachen Funktionstests rasch und zuverlässig diagnostiziert werden.

Der Einbezug von Spezialisten ist laut Meyer dann sinnvoll, wenn das Beschwerdebild unklar ist oder über längere Zeit keine Besserung erreicht werden kann. Aufwendige und zum Teil teure diagnostische Verfahren wie das MRI hält er nur in speziellen Fällen für nötig, etwa nach früheren, erfolglosen Operationen. Obwohl operativ tätig, ist für Meyer ein chirurgischer Eingriff zur Behandlung eines Tennisellbogens die Ultima Ratio.

 

Schonung und Medikamente

Nahezu unbestritten ist unter Experten, dass das betroffene Handgelenk und die Hand geschont werden sollen; auch eine Ruhigstellung mittels Schiene oder Handgelenksmanschette kann fallweise sinnvoll sein. Die Weiterführung der schmerzauslösenden Bewegungen unterhält den Verletzungsmechanismus, führt zur Chronifizierung und letztlich zu degenerativen Erscheinungen im Bereich des Sehnenansatzes. Schonung in Kombination mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln wie etwa Voltaren oder Brufen, die in Tablettenform eingenommen und unterstützend als Salbe appliziert werden, kann deshalb als Basismassnahme gelten.

 

Den vielleicht wichtigsten Pfeiler der Behandlung bildet die regelmässige Dehnung der betroffenen Muskeln. Sie führt zu einer erhöhten Elastizität des Muskel-Sehnen-Strangs, was sowohl die in Ruhe vorhandene Grundspannung als auch Spitzenbelastungen zum Beispiel beim Backhand-Volley reduziert. Als weitere empfehlenswerte Massnahme nennt Meyer exzentrische Kräftigungsübungen, die mit kurzen Schaumgummistäben («Flex Bars») durchgeführt werden. Die wirksamen Übungen können vom Physiotherapeuten einfach instruiert oder unter dem Stichwort «Tyler Twist» sogar in kurzen Filmsequenzen auf «Youtube» angeschaut werden.

 

Für andere verbreitete Behandlungsansätze ist die Datenlage dagegen weniger günstig. Dies gilt zum Beispiel im Langzeitverlauf für die vergleichsweise oft und teilweise in Kombination mit Lokalanästhetika angewandten Kortisonspritzen. Kurzfristig kann ihr Einsatz sinnvoll sein und die Beschwerden abklingen lassen, längerfristig scheinen sie sich aber nicht positiv auszuwirken. Ähnlich sieht es für die Stosswellentherapie und weitere physikalische Therapieverfahren aus.

 

Die Wirkung der in Spielerkreisen beliebten Bandagen sieht der Spezialist eher im psychologischen Bereich, da sie ein Gefühl der Sicherheit und Stabilität vermittelten. Exotischere Strategien wie den Einsatz des Ananas-Enzyms Bromelain bezeichnet Meyer als «nicht fundiert». Bei neueren Verfahren, etwa den mittlerweile auch beim Tennisarm angewandten Botox-Spritzen, die durch Muskellähmung eine Entlastung der gestressten Sehne bewirken, ist er aus einem andern Grund zurückhaltend. Vom Wirkmechanismus her sei der Einsatz von Botox einleuchtend, es stelle sich aber die Frage nach einer möglichen Schwächung der Handfunktion und dem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Zudem sei diese Form der Behandlung erst in wenigen Studien erprobt worden.

 

Gute Prognose

Und die Operation? Als Faustregel sollte sie laut Meyer dann erwogen werden, wenn eine über ein Jahr durchgeführte «konservative» Therapie keinen Erfolg gebracht hat. Der Eingriff besteht im Herausschneiden des degenerierten Sehnenstrangs, der keine isolierte «Schnur» darstellt, sondern Bestandteil eines Sehnenverbunds ist. Die Durchtrennung führt zu einer Entlastung der erkrankten Stelle, deren Funktion vorübergehend von den umgebenden Anteilen übernommen wird.

 

Bei korrekt durchgeführter Operation liegt die Erfolgsrate laut Meyer bei über 90 Prozent. Was zur abschliessenden guten Nachricht führt: Da bereits unter «konservativer» Behandlung bei rund 90 Prozent der Betroffenen der Tennisarm innert eines Jahres abheilt, steht weiteren Grosstaten auf dem Tennisplatz in der Regel nichts im Weg.

 

Bruno Kesseli

Arzt, Wissenschaftsjournalist und Chefredaktor der «Schweizerischen Ärztezeitung»

 

Dieser Artikel ist bereits in der NZZ erschienen. Wir dürfen ihn im SART-Blog mit freundlicher Genehmigung abdrucken.   

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Wirbelsäulenzentrum am USB

Physiotherapeutisches Assessment im Wirbelsäulenzentrum – Was passiert da eigentlich?  Das Wirbelsäulenzentrum des Universitätsspitals Basel bietet Patientinnen und Patienten ein einmaliges Setting zur Abklärung ihrer Rückenbeschwerden. Ein sehr erfahrenes multidisziplinäres Team rückt dafür zusammen. Salim Megharia, Physiotherapie Chirurgie, stellt die Rolle der Physiotherapie im neuen Wirbelsäulenzentrum des USB vor:

Geleitet wird das Wirbelsäulenzentrum von der Spinalen Chirurgie, wo die Patientinnen und Patienten als erstes vorstellig werden. Ihrerseits wird dann entschieden, welche weiteren Disziplinen in die komplexe Untersuchung miteinbezogen werden. Es kann hierbei auf sämtliche Disziplinen des Universitätsspital Basel zurückgegriffen werden – ein riesiger Vorteil für unsere Patientinnen und Patienten.

 

Eine Disziplin, welche neben der Radiologie, Schmerztherapie und Psychosomatik immer involviert ist, ist die Physiotherapie. Deren Rolle soll im Weiteren genauer beleuchtet werden.

 

Struktur <-> Funktion

Während von chirurgischer Seite die Struktur wichtiger Teil der Untersuchung ist (Röntgen, MRI, CT etc.), steht bei der Physiotherapie die Funktion im Vordergrund. Zunächst ist es einmal wichtig, dass schwerwiegende strukturelle Schädigungen wie Frakturen oder Tumore mittels Bildgebung ausgeschlossen werden. Jedoch lässt sich trotz dieser modernen Technik oftmals keine Schädigung finden, die so richtig zur Symptomatik des Patienten passt. Daher stehen bei der physiotherapeutischen Untersuchung folgende Aspekte im Vordergrund:      

  • Funktion
  • Umgang mit Schmerzen und Bewegung

 

Welche Funktionen werden untersucht? 

Ein Hauptaspekt der Funktion ist das Ausüben von täglichen Aktivitäten (Einkaufen, Treppe steigen, Körperpflege, etc.). Es soll ermittelt werden, wie stark die Betroffenen dabei eingeschränkt sind. Wie die körperliche Leistungsfähigkeit beurteilt wird, lesen Sie weiter unten. 

 

Ein weiterer Aspekt ist die sogenannte Partizipation: Führt die körperliche Einschränkung dazu, dass das Sozialleben ebenfalls eingeschränkt ist? Letzteres wird mittels validierten (wissenschaftlich belegten) Fragebögen eruiert. Dieses dienen ebenso zur Verlaufs- und Erfolgskontrolle der anschliessenden Therapie. 

 

Ebenfalls mit validierten Fragebögen soll herausgefunden werden, wie die Wechselwirkung zwischen Schmerz und Bewegung ist. Während die einen trotz Schmerzen weiterhin sämtliche Aktivitäten rigoros durchführen, neigen andere dazu sich quasi vollständig zu «deaktivieren», aus Angst der Schmerz oder die «Verletzung» könne durch Bewegung verschlimmert werden. 

 

 

Körperliche Leistungsfähigkeit

Um die körperliche Leistungsfähigkeit zu beurteilen, finden verschiedene Tests Anwendung.

Solche, bei denen sehr spezifisch Alltagsaktivitäten durchgeführt werden müssen wie einen Gegenstand vom Boden aufheben, Socken anziehen oder bücken (s. Abb. 1). Diese werden beobachtet, gemessen und mit Punkten bewertet. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb.1.

 Dann gibt es noch solche Tests, die eher unspezifisch die allgemeine Rumpfkraft oder Ausdauer bewerten (6-Minunten Gehtest). Keiner der Tests ist ein Muss – bei Schmerzen darf der Test abgebrochen werden. 

 

Testresultate

Meist sind die einzelnen Ergebnisse der Tests gar nicht so entscheidend. Das Gesamtbild gibt einen guten Eindruck über den «Fitnesszustand». Des Weiteren kann beurteilt werden, ob der Patientin oder dem Patienten sofort ein Training empfohlen werden kann. Oder ist vorgängig eine Aufklärung über Umgang mit Schmerz und Bewegung (sogenannte Patientenedukation) sinnvoll?

 

Nach der rund einstündigen Untersuchung werden die Ergebnisse zusammengefasst und eine Behandlungsempfehlung formuliert. Die Untersuchungsergebnisse der verschiedenen Disziplinen werden mit den Patientinnen und Patienten besprochen, um die weiteren Therapiemassnahmen festzulegen. 

Ist weitere Physiotherapie indiziert, so kann den Patientinnen und Patienten eine Praxis empfohlen werden, welche sich im ambulanten Netzwerk befindet. 

 

Und der Nutzen?

Patientenmanagement ist nicht immer einfach und besonders bei chronischen Schmerzpatienten herausfordernd. Mit dem beschriebenen Assessment lassen sich die klinischen Muster gut erkennen. Darüber hinaus liefert es wichtige objektive Verlaufsparameter. Diese sind für die Überprüfung der Wirksamkeit der Therapie enorm wichtig. Sie erleichtern den Therapierenden die Selbstreflexion und vereinfachen die Steuerung einer zielgerichteten Therapie. 

 

Salim Megharia

Therapieexperte Bewegungsapparat

Universitätsspital Basel

 

Seit April 2019 im Physeo Erlenmatt Basel tätig

info@physeo.ch   

 

Mehr zum Wirbelsäulenzentrum

Download
Segmentale Stabilisation - SART Broschüre zum Thema "Rückenbeschwerden"
2019_Segm_Stabi_Broschüre_A5_USB.pdf
Adobe Acrobat Dokument 6.5 MB

Links zu den Fragebögen

 

Fear avoidance belief questionnaire: https://www.fomt.info/Frageboegen/Fear-avoidance-belief-questionnaire.pdf

IPAQ_German_self-admin_short_revised:https://docs.google.com/viewer?a=v&pid=sites&srcid=ZGVmYXVsdGRvbWFpbnx0aGVpcGFxfGd4OjNiMGRjYjU3NzE5Nzc0ZGY

Neck disability index: https://www.fomt.info/Frageboegen/NDI---deutsche-Version.pdf

Oswestry disability index: https://www.fomt.info/Frageboegen/Oswestry-Disability-Index---deutsche-Version.pdf?m=1517859865&

Patientenspezifische Funktions Skala: http://www.rehab.msu.edu/_files/_docs/Patient-specific%20functional%20scale.pdf(Englisch)

STarT Back Screening Tool: http://public.hochschule-trier.de/~gruegerj/onepage/STarTG.htm

Tampa Scale of Kinesiophobia: https://www.fomt.info/Frageboegen/Tampa-Scale-of-Kinesiophobia-validierte-deutsche-Version.pdf

 

Testbatterie

 

1 Minute Sit to Stand: https://physiotherapie-benz.ch/wp-content/uploads/2018/05/Sit-to-Stand-LuG_Juli_August_2016_Benz.pdf

6 Minuten Gehtest: https://de.wikipedia.org/wiki/6-Minuten-Gehtest

Back Performance Scale:https://www.hogrefe.ch/fileadmin/user_upload/hogrefe_ch/Downloads/Assesments_Band_2/BPS_F.pdf

Jamar: https://www.ukr.de/imperia/md/content/kliniken-institute/haematologie-onkologie/gvhd/deutsch/grip-test.pdf(besserer Link?)

McGill: https://www.fomt.info/rehatrainarchiv/RehaTrain-01-2017.pdf?m=1494932631

2-Punkt-Diskrimination:https://www.medbase.ch/fileadmin/media_standorte/winterthur_archhoefe/Pfeiffer-Luomajoki-2015-Pain-is-in-the-brain.pdf

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Rückblick auf die 8. Ausgabe von Physiopaedart

Die 8. Ausgabe des Basler Symposiums für pädiatrische Physiotherapie "Physiopaedart" stand unter dem Motto -"Praxis meets Klinik". Physiotherapeutinnen und -therapeuten aus der ganzen Schweiz fanden den Weg nach Basel ins UKBB. Organisatorin Cornelia Neuhaus, MPTSc, Co-Leitung Therapien UKBB, blickt auf einen spannenden und lehrreichen Tag zurück. 

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Der erste Blick kann täuschen

Der erste Blick ist oft entscheidend, um sich ein Bild von einer Angelegenheit zu machen. Allerdings gibt es auch Situationen, in welchen es von Vorteil sein kann, die Sache etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. In diesem Artikel werden zwei unterschiedliche Themen behandelt, bei welchen es sich lohnt, keine voreiligen Entschlüsse zu ziehen und die Sachlage ganzheitlich zu betrachten.

 

Die strukturelle vs. funktionelle Beinachse

Die Beurteilung der strukturellen Beinachse wird häufig durchgeführt, um die Entstehung von Überlastungserscheinungen zu beurteilen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die strukturelle nicht mit der funktionellen Beinachse übereinstimmen muss. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Patella. Genauer ist entscheidend, ob die Kniescheiben konvergierend oder divergierend ausgerichtet sind. So zeigt sich bei einem Genu varum mit divergierenden Kniescheiben auch in der Funktion eine Varusstellung der Knie. Ebenfalls bleibt bei einem Genu valgum mit konvergierenden Kniescheiben die Valgusstellung in der Funktion erhalten. Anders sieht es allerdings bei einem Genu varum mit konvergierenden Kniescheiben aus. Hierbei kann sich in der Funktion eine abgeschwächte Varusstellung bis hin zu einer Valgusstellung zeigen (Abbildung 1). Dasselbe Prinzip gilt für das Genu valgum mit divergierenden Kniescheiben, wobei in der Funktion eine abgeschwächte Valgusstellung bis hin zu einer Varusstellung zu beobachten sein kann.

 

Abbildung 1: Ein strukturelles Genu varum mit konvergierenden Kniescheiben zeigt sich in der 

Funktion als Genu valgum;

a) Strukturelles Genu varum;

b): Funktionelles Genu valgum.

Um die Entstehung oder den Verlauf von Überlastungserscheinungen abzuschätzen sollte deshalb neben der statischen Beurteilung auch immer eine dynamische Messung erfolgen. Je schneller das Geh- resp. Lauftempo ist, desto grössere Kräfte wirken. Mit zunehmender Geschwindigkeit kann deshalb die funktionelle Beinachse auch stärker von der Strukturellen abweichen. 

 

Laufen auf Frequenz vs. Laufen auf Schrittlänge

Grundsätzlich existieren zwei Laufstile, welche sich anhand ihrer biomechanischen Eigenschaften deutlich unterscheiden lassen. In Abbildung 2 sind diese beiden Laufstile anhand zweier Sprinter dargestellt. Beim Laufstil auf Frequenz soll die maximale Geschwindigkeit durch eine Erhöhung der Schrittkadenz erreicht werden. Dies geschieht hauptsächlich durch eine starke Aktivität der Becken- und Oberschenkelmuskulatur, wodurch die Hüftbewegungen minimiert werden. Der Oberkörper ist nach ventral geneigt und der Kniehub sowie der Hüftwinkel sind relativ gering. Der initiale Bodenkontakt erfolgt nahe dem Gravitationszentrum und meist im Vorfussbereich. Daraus resultiert ein Laufstil, bei welchem der Antrieb grösstenteils durch einen starken Rückwärtsschub generiert wird.

 

Der zweite Laufstil ist der Laufstil auf Schrittlänge. Wie es der Name schon sagt, soll hierbei die maximale Geschwindigkeit durch eine maximale Schrittlänge erreicht werden. Dafür ist eine optimale Becken- und Hüftgelenkmobilität essentiell. Neben der Becken- und Hüftmobilität ist eine aufrechte Körperhaltung zentral. Dadurch wird die Bauchmuskulatur optimal vorgespannt und ein starker Kniehub ermöglicht. Im Vergleich zum Laufstil auf Frequenz ist deshalb der Hüftwinkel deutlich grösser und der initiale Bodenkontakt findet weiter vorne, also vor dem Gravitationszentrum, statt. Dadurch verlagert sich auch der Fussaufsatz vom Vorfuss auf den Mittelfussbereich. Beim Laufen auf Schrittlänge steht somit nicht der Rückwärtsschub im Zentrum, sondern es soll vor allem aktiv nach vorne gelaufen werden.

 

Zur Bestimmung des Laufstils reicht es nicht aus, lediglich die Art des Fussaufsatzes zu definieren (Vor-, Mittel- oder Rückfussläufer). Deshalb empfiehlt sich auch für das Techniktraining, sich nicht auf den Fussaufsatz zu fokussieren, sondern den Laufstil als Ganzes zu optimieren. Dies kann durch spezifische Laufschulübungen erreicht werden. Welcher Laufstil der geeignetere ist, muss individuell angeschaut werden. Generell kann heute allerdings eine starke Tendenz hin zum Laufen auf Schrittlänge erkennt werden. Dies einerseits, weil beim Laufen auf Frequenz die stark eingeschränkte Hüftmobilität häufig zu Überlastungsverletzungen im Becken und Lumbalbereich führt. Andererseits kann durch eine grössere Schrittlänge oft eine höhere Endgeschwindigkeit erreicht werden. Der individuell natürliche Laufstil liegt jedoch auch oft irgendwo dazwischen.

Abbildung 2:

Die zwei Hauptlaufstile;

a) Laufstil auf Frequenz;

b) Laufstil auf Schrittlänge; 

 

 © Numo Systems AG, gezeichnet von Sarah Schütz, illustrationsbuero.ch

Mehr Informationen

 

Andrin Vock

Analyse und Beratung

Master in Exercise and Health Sciences

 

NUMO Systems AG

Kanalstrasse 8

8953 Dietikon

 

Tel.:       +41 44 746 46 00

Fax:       +41 44 746 46 01

 

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