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ESP Rückenkarten 5-9

 

Rehabilitationsstufe 2 - Regionale Stabilisation (Karten 5-9)

 

In Stufe 2 – der regionalen Stabilisation (vielseitig zielorientiert)  – wird die Neu-/Reaktivierung und das Zusammenspiel der lokalen gewichttragenden Muskulatur mit Aktivitäten der globalen gewichttragenden Muskulatur (M. Iliocostalis und M. Longissimus dorsi) kombiniert.

 

Um dies zu erreichen, wird die Rehabilitation in geschlossener Muskel- und Gelenkkette durchgeführt. In dieser Phase steht die regionale Stabilität im Vordergrund, also die statische Stabilität: Flexion, Lateralflexion und Extension der Wirbelsäule.

 

Übungsbeispiel Karte 5:  High Sitting Good Morning (siehe Bilder).

 

 

Weitere Informationen erhälst Du mit weiteren Blog’s auf www.sart.ch oder im physio-Fachbuch:

 

Lumbale Rückenbeschwerden-Aktive Rehabilitation in der Physiotherapie

Harald Bant und Guido Perrot

 

 

Unter Mitarbeit von Claudia Diriwächter, Marcel Enzler, Martin Ophey, Cornelia Rolli Salathé

 

2017, 280 S. , 250 Abb. , gebunden (FH) , ISBN: 9783131733719 - Erscheinungstermin: Ca. 07.09.2017

 

Guido Perrot

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ESP Rückenkarten

In den Rückenkarten wird das Prinzip der gestaffelten Aktivität angewendet; die mechanische Belastung wird dabei stufenweise erhöht. Man unterscheidet fünf aufeinander aufbauende Rehabilitationsstufen: von lokaler segmentaler Stabilisation bis hin zur funktionellen Bewegung (Handlung). Jede Rehabilitationsstufe kennt unterschiedliche Rückenkarten.

Rehabilitationsstufe 1- lokale Stabilität (Karten 1-4) 

 

Die Stufe 1 beginnt mit der lokalen segmentalen Stabilisation (allgemein). Ziel ist die Aktivitätszunahme der lokalen gewichttragenden Muskulatur. Mit der Rekrutierung möglichst vieler motorischer Einheiten und einer Zunahme des Tonus der lokalen Muskulatur verbessert sich die «Stiffness» der Wirbelsäule. Segmentale translatorische Bewegungen werden verringert und folglich die lokale Stabilität verbessert.

 

In dieser Phase der Rehabilitation geht es um segmentale Flexions-, Lateralflexions-, Extensionsstabilität und Beckenbodenstabilität.

 

Bild 1 lokale Flexionsstabilität 

 

Beobachtungspunkte: statische Aktivierung ohne sichtbare Bewegung //Aktivität der Rumpfmuskulatur:  isometrische Aktivität der lokalen Flexoren

 

 

 

Bildquelle 215049

Bild 2 lokale Extensionsstabilität 

 

Beobachtungspunkte: statische Aktivierung ohne sichtbare LWS Bewegung // Aktivität der Rumpfmuskulatur:   isometrische Aktivität der lokalen Extensoren

 

 

 

Bildquelle A06 2291

Bild 3 lokale laterale Stabilität

 

Beobachtungspunkte: statische Aktivierung ohne sichtbare Bewegung // Aktivität der Rumpfmuskulatur:  isometrische Aktivität der lokalen Lateralflexoren

 

 

 

Bildquelle A11 2316

Bild 4 lokale Beckenbodenstabilität

 

Beobachtungspunkte: statische Aktivierung ohne sichtbare Bewegung // Aktivität der Rumpfmuskulatur:   isometrische Aktivität der lokalen Beckenbodenmuskulatur

 

 

 

Bildquelle A10 0 2314

Guido Perrot

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ESP Rückenkarten: Ziele, Übungs-und Trainingsmethoden

 Das sind die Ziele der ESP Rückenkarten:

 

·      Reorientierung von Gelenk- und Muskelketten durch funktionelle, gestaffelte Aktivität (graded activity) bzw. progressiven Aufbau

·      Steigerung der «allgemein - vielseitig zielgerichtet – spezifischen» Stabilität

·      Steigerung der «allgemein - vielseitig zielgerichtet – spezifischen» Belastbarkeit

·      Erkennung und Training von Schwachstellen

·      Vermeidung von Rezidiven, Prävention

 

Übungs- und Trainingsmethoden der ESP Rückenkarten «allgemein - vielseitig    zielgerichtet – spezifisch» 

 

   Allgemeine Stabilität - segmentale Stabilität, regionale Stabilität

 

Verbesserung der lokalen und globalen monoartikulären rumpfstabilisierenden Muskulatur.

 

Isoliertes Ansprechen, trainieren der entsprechenden Muskulatur.

 

Nicht funktionelle und funktionelle Ausgangspositionen für die zu stabilisierenden Muskelgruppen wählen.

 

Vielseitig zielgerichtete Stabilität - totale Stabilität, totale Bewegung

 

Zusammenspiel der lokalen und globalen multiartikulären Muskeln trainieren

  • Training der Zielmuskulatur in synergistischen Muskelketten
  • Alltagsnahe und sportnahe Ausgangsstellungen 

 

Spezifische Stabilität - funktionelle Stabilität

  • Alltags-, arbeits-, hobby- oder sportspezifische koordinative Verbesserung der   rumpfstabilisierenden Muskulatur.
  • Training der alltags-, arbeits-, hobby- oder sportspezifischen synergistischen Muskelketten
  • Training unter erschwerten Bedingungen (Shaping).
  • Alle Bewegungen im spezifischen Kontext, d.h. in der „spezifischen Umgebung“.

 

Guido Perrot

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Rückentraining mit Rückenkarten

ESP Rückenkarten

 

Das Konzept der Rückenkarten wurde durch ESP Education Network weiter entwickelt; jetzt liegt die überarbeitete Version vor.

In den Rückenkarten wird das Prinzip der gestaffelten Aktivität angewendet; die mechanische Belastung wird dabei stufenweise erhöht. Man unterscheidet fünf aufeinander aufbauende Rehabilitationsstufen: von lokaler segmentaler Stabilisation bis hin zur funktionellen Bewegung (Handlung). Jede Rehabilitationsstufe kennt unterschiedliche Rückenkarten. Diese Rückenkarten korrespondieren mit den unterschiedlichen Bewegungsmustern, die Peter O’Sullivan anwendet, um die Aktivitätseinschränkungen einer Person zu klassifizieren. Jede Rehabilitationsstufe bereitet unterschiedliche Partizipationsebenen des Patienten vor; die letzte Stufe ist die funktionelle Bewegung.

 

 

Rehabilitationsstufe 1- lokale Stabilität (Karten 1-4)

 

Die Stufe 1 beginnt mit der lokalen segmentalen Stabilisation (allgemein). Ziel ist die Aktivitätszunahme der lokalen gewichttragenden Muskulatur. Mit der Rekrutierung möglichst vieler motorischer Einheiten und einer Zunahme des Tonus der lokalen Muskulatur verbessert sich die «Stiffness» der Wirbelsäule. Segmentale translatorische Bewegungen werden verringert und folglich die lokale Stabilität verbessert. In dieser Phase der Rehabilitation geht es um segmentale Flexions-, Lateralflexions-, Extensionsstabilität und Beckenbodenstabilität.

 

Rehabilitationsstufe 2 - Regionale Stabilisation (Karten 5-9)

 

In Stufe 2 – der regionalen Stabilisation (vielseitig zielorientiert)  – wird die Neu-/Reaktivierung und das Zusammenspiel der lokalen gewichttragenden Muskulatur mit Aktivitäten der globalen gewichttragenden Muskulatur (M. Iliocostalis und M. Longissimus dorsi) kombiniert. Um dies zu erreichen, wird die Rehabilitation in geschlossener Muskel- und Gelenkkette durchgeführt. In dieser Phase steht die regionale Stabilität im Vordergrund, also die statische Stabilität nach Flexion, Lateralflexion und Extension der Wirbelsäule.

 

Rehabilitationsstufe 3 -Totale Stabilisation (Karten 10-12)

 

Die Stufe 3 bezeichnen wir als die totale Stabilisation (vielseitig zielorientiert). Im Unterschied zur Stufe 2 wird nun in offener Kette die Aktivität des globalen multi-artikulären Systems akzentuiert. Die statische Stabilität der Wirbelsäule wird in Kombination mit Bewegungen der unteren oder oberen Extremität verbunden. Die entsprechenden Rückenkarten sind die regionale Flexions-/Extensionsstabilität, laterale Stabilität und Flexions-/Extensionsstabilität mit Rotationsstabilität.

 

Rehabilitationsstufe 4 -Totale Bewegung (Karten 13-15)

 

In der Stufe 4 – totale Bewegung (vielseitig zielorientiert) – wird wie schon in den Stufen zuvor die lokale gewichttragende Muskulatur, die globale monoartikuläre gewichttragende Muskulatur und die globale multiartikuläre gewichttragende Muskulatur trainiert. Die Betonung liegt aber nun nicht in der statischen Stabilisation, sondern in der Stabilisierung der dynamischen Bewegungsabläufe der Wirbelsäule. Dies geschieht zunächst in der geschlossenen Kette mit Betonung auf der Wirbelsäule. Im zweiten Schritt wird in der offenen Kette und mit der Integration von Übungen der unteren und oberen Extremität trainiert. Dies wird mithilfe der Rückenkarten Flexions-/Extensionsbewegungen, Flexions-/Extensionsbewegungen mit Rotationsstabilisation und Flexions-/Extensionsbewegungen mit Rotationsbewegungen realisiert.

 

 

Rehabilitationsstufe 5 - Funktionelle Bewegung (Karten 16-18)

 

Die Stufe 5 unseres Rückenkartensystems widmet sich der funktionellen Bewegung oder spezifischen Training. Die Betonung liegt auf spezifischen dynamischen Bewegungsabläufen der Wirbelsäule, welche mit Bewegungen der oberen und unteren Extremität kombiniert werden. Die Bewegungsabläufe sind so funktionell wie möglich und berücksichtigen in besonderem Mass die persönlichen und externen Faktoren (physische und soziale Umgebungsfaktoren) des Patienten. Hier liegt die Betonung auf Partizipationsebene in Alltags-, Arbeits- oder Sportsituationen.

 

Guido Perrot

 

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PhysioPaedart 2017

Beitrag aus der Vortragsreihe von PhysioPaedart 2017

Unterschied zwischen Theorie und Praxis

 

 

Prof. Dr PD Hannu Luomajoki

PT OMT svomp

Leiter Master Program msk Physiotherapie ZHAW

 

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1_Unterschied Theorie und Praxis_Luomajo
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