Willkommen auf unserem Blog.

Hier bloggen wir wöchentlich - immer dienstags - zum aktuellen Geschehen rund um die aktive Reha.

Du hast selber ein spannendes Thema? Wir freuen uns auf Deinen Input hier.

Suchst Du einen Beitrag? im Blog- Archiv stehen bereits veröffentlichte Blogs als Download online.

Am letzten Freitag im Monat steht unser Blog als Plattform für unser Netzwerk offen.


Join us!

Wer bei uns Mitglied wird, profitiert. Lest hier, welche Vorteile eine SART-Mitgliedschaft bringt. Für die Schnell-Lesenden: Netzwerk, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, finanzielle Vorteile bei Aktionen. Für alle, die es noch genauer wissen möchten, haben wir Euch hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Beginnen wir mit der zentralen Frage: Wer kann Mitglied werden?

 

Wir freuen uns sehr über Mitglieder bei der SART, die:

  • Physiotherapeutinnen und -therapeuten  
  • Ärztinnen und Ärzte
  • Sportmedizinerinnen und -mediziner
  • Sportphysiotherapeutinnen und -therapeuten
  • Bewegungs - und Sportwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler
  • und Studierende dieser Berufsgruppen

sind.

 

Was bietet die SART an?

Die Schweizerische Arbeitsgruppe für Rehabilitationstraining, SART, vernetzt Physios, Ärzte und weitere Berufsgruppen aus der aktiven Rehabilitation. Unser Netzwerk umfasst mehr als 300 Mitglieder und Kollektivmitglieder, fachliche Beiräte, Friends, Sponsoren und Partner.  Wir bringen zusammen, was zusammen gehört und sorgen dafür, dass Euer Fachwissen immer auf dem neustem Stand bleibt. Seit mehr als 20 Jahren. 

 

Wir pflegen den Kontakt zu unseren fachlichen Beiräten.

Dieser besteht derzeit aus 35 Persönlichkeiten und ist ein interprofessionelles Expertenteam. Dieses Gremium hat eine beratende Funktion und unterstützt die SART mit Fachwissen und Networking. Unser fachlicher Beirat kann bei fachspezifischen Fragen konsultiert werden. 

 

Ebenso pflegen wir den Kontakt zu unseren Friends und geben unser Bestes, diesen Freundeskreis sinnvoll zu erweitern. Dazu gehören unter anderen:

  • Unsere „Friends“ sind z.B „Physio meets Science“ in Heidelberg. Eine umtriebige Gruppe junger dynamischer Kolleginnen und Kollegen, die entsprechende Forschungsergebnisse publizieren.
  • Den European Sportsphysiotherapeuten, kurz ESP genannt. Sie sind in den Niederlanden stationiert, wenn sie nicht gerade mit ihren spannenden Vorträgen „on Tour“ sind. Dies um nur zwei zu nennen.   

Neben unseren Netzwerkbemühungen hat die SART auch eigene Angebote wie z. B. den SSMT oder den Sportbetreuer  sowie activdispens im Portfolio.

 

Das Swiss Sportsmedicine for Tennis Symposium kurz SSMT

Dieses Symposium findet dieses Jahr zum 17. Mal statt. Es ist eine Kombination aus spannenden, erstklassigen Vorträgen, Workshops und dem Besuch der Swissindoors zu vergünstigten Preisen. Die Moderation hat Marco Chiudinelli übernommen. Er ist prädestiniert für die richtige und kritische Fragestellung zwischen Sportärzten, Sportphysiotherapeuten und Leistungssportlern. Wer sich noch nicht angemeldet hat: Dieses Jahr findet das Symposium wieder im Mittenza in Muttenz am 23.10.2019 statt.  www.ssmt-tennis.ch

 

Der SART Sportbetreuer kurz SSB

Die Spezialausbildung in Erste-Hilfe, Diagnostik, funktioneller Versorgung, Rehabilitation und Prävention richtet sich an alle, die in der Sportbetreuung arbeiten. Der Mix aus Top-Referenten, modernsten Therapieerkenntnissen, Spitzensportlern und praktischen Elementen aus der Trainingstherapie ist einmalig und garantiert abwechslungsreiches Lernen!

 

Aktivdispens

Nach einer Erkrankung ist Bewegung im Rahmen des Schulsports meist ohne Probleme schnell wieder möglich. Auch mit einer leichten Verletzung können Kinder und Jugendliche angepasst am Schulsportunterricht teilnehmen. Das ist unser Ansatz bei dem Programm Aktivdispens, welches wir zusammen mit dem Schweizerischen Verband für Schulsport (SVSS) entwickelt haben. 

 

Wir kooperieren mit der Universität Basel beim CAS Sportsphysiotherapeuten 

Dreimal jährlich laden wir dich ein zu unseren Netzwerkanlässen. Dort treffen dann unsere Friends, fachlichen Beiräte, Mitglieder, Sponsoren und Partner, zusammen, zum lockeren Austausch und einem kleinen Apéro.   

 

Dies ist nur ein Auszug unseres breiten Angebotsspektrums.

Weitere Angebote findest Du hier

 

Was profitiere ich, wenn ich Mitglied bin? 10 gute Gründe.

 

Sei Teil des grossen SART-Netzwerkes und profitiere von hoch aktuellen fachlichen Beiträgen, erfahre neue Trends sowie Entwicklungen und Studien aus erster Hand.

  1. Vernetze Dich.
  2. Bleib up to date mit aktuellen fachlichen Beiträgen.
  3. Bilde Dich weiter.
  4. Profitiere von SART Vorzugspreisen bei unseren eigenen Produkten wie z.B. SSMT 
  5. Profitiere bei Produkten unserer Friends wie z.B. CAS Sportphysiotherapie der Uni Basel. 
  6. Du erfährst über unser Netzwerk wo spannenden Symposien und Vorträge angeboten werden. Meistens können wir für unsere SART Mitglieder Sonderkonditionen aushandeln, die wir euch dann gerne weiter geben. 
  7. Gratis Fachzeitschrift. Zurzeit ist es die GOTS Sports Medicine Zeitung  oder Sportphysio (Thieme) zum Vorzugspreis.   
  8. Länderübergreifende Vernetzung mit der Möglichkeit von interdisziplinärer Kommunikation 
  9. Temporäre Spezialaktionen wie z. B ON Schuhe zu reduzierten Preisen, Numo Laufbandanalyse, Reduktion auf Einlagen. Spezialkonditionen bei unseren Sponsoren.   
  10. Formblätter und Trainingskarten zum runterladen.

Soll ich als Einzelperson oder als Praxis Mitglied werden?

Die Einzelmitgliedschaft richtet sich an einzelne Personen, Schülerinnen und Schüler und Studierende. Der Jahresbetrag liegt bei 80.- CHF für ausgebildete Physiotherapeuten und 40.- CHF für Schülerinnen und Studierende . 

 

Eine Praxis Mitgliedschaft, sogenannte Kollektivmitgliedschaft ist für eine Praxis ab 4 Mitarbeitende oder für eine Therapieabteilungen interessant. Hier siehst Du, wer Kollektivmitglied bei uns ist.

 

Was bringt es, als Praxis dabei zu sein?

Einiges! Im Jahresbeitrag von 800.-- CHF ist folgendes dabei:

  • Ein „Bildungsgutschein“ von 500.-- CHF auf SART, ESP und GOTS eigene Weiterbildungen, die auf der homepage ausgeschrieben sind
  • Die Möglichkeit sich mit eurem Praxis- oder Klinik Logo auf unserer Internetseite zu vernetzen.
  • Eine attraktive "SART-Kollektivmitglieder-Tafel" als zusätzliches „Qualitätssiegel“ für eure Praxis.  
  • Mit unserem Blog bieten wir eine Plattform für euren fachlichen Input. Somit könnt ihr euch positionieren und auf euch aufmerksam machen.   
  • Du darfst das SART Logo verwenden um deine Netzwerkzugehörigkeit zu kommunizieren.  

Und jetzt los, wir freuen uns auf den Austausch mit Dir!

Hier gehts zur Anmeldung. Wir freuen uns auf Dich!


Du hast noch weitere Fragen? Dann melde Dich bitte bei mir. Ich stehe bei Rückfragen sehr gerne zur Verfügung. 

 

h.drossard@sart.ch  

 

0 Kommentare

Byebye Sportbetreuerausbildung 2019 - Ein erfolgreicher Kurs geht zu Ende

Am letzten Samstag, 31. August 2019, trafen sich die motivierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sportbetreuerkurs von SART zum (leider) schon letzten Mal im Parkresort Rheinfelden. Am Vormittag vermittelte Thomas Balke viel Wissen über Prävention, ehe wir am Nachmittag unter der Leitung von Heinz Gasser unsere Massagekünste übten. Den Abschluss machte ein interaktiver Austausch mit den Experten Emmanuel Abt, Jan-Arie Overberg und Simon Heinis, die ihre Erfahrungen mit uns teilten.

Bei seinem Input zur Prävention betonte Kursleiter Thomas Balke, dass die Leistung und die Erfolgswahrscheinlichkeit im Spitzensport massgeblich von präventiven Massnahmen geprägt wird. Eine Verletzung geschieht aufgrund multifaktorieller Gründe durch soziokulturelle, psychosoziale, psychische, technomotorische, energetische und strukturelle Dispositionen. Während die Prävention bei Kontaktverletzungen eher an der Wahl von Protektions-Material ansetzt (zum Beispiel Helm, Zahnschutz und Halsschoner im Eishockey), können Verletzungen ohne Gegnerkontakt, wie sie im Fussball häufig vorkommen, durch aktive präventive Massnahmen reduziert werden. Das FIFA 11+ Programm bietet hierfür eine gute Möglichkeit: Nebst Lauf- und Sprungübungen sind gezielte Kräftigungs- und Balanceübungen Bestandteil des Warm-Ups. Natürlich gehört auch die berüchtigte Nordic Hamstring Übung zum Programm. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlüpften in die Rollen als Trainer und Spieler, um die Übungen praktisch umzusetzen. Während die einen instruierten und korrigierten, stellten sich die anderen der sportlichen Herausforderung und die Schweissperlen flossen.

 

Fairplay wird nicht nur im Spiel sondern auch im Kurs hochgeschrieben

Die Gruppen wurden getauscht, um das OSTRC Schulter-Verletzungs-Präventions-Programm kennenzulernen und durchzuführen. Das Programm, welches dreimal wöchentlich ins Training integriert werden kann, eignet sich für Wurfsportler wie Handballer oder Volleyballer. Die fünf Übungen fokussieren die Rumpf- und Schulterstabilität und –mobilität und können nach sechs Wochen progressiv gesteigert werden. Vor allem der Exzentrik der Schulter-Aussenrotatoren, welche der häufigste Verletzungsmechanismus darstellt, wird viel Aufmerksamkeit gewidmet. 

Wohl verdient kam die Mittagspause, in welcher die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit für einen fachlichen sowie persönlichen Austausch nutzten. 

 

Alle 13 Teilnehmenden haben bestanden

Am Nachmittag durften erstmals die Gehirnzellen bei der Beantwortung von einigen Fragen über alle Sportbetreuer-Module schwitzen, ehe sich die Muskeln und der Geist bei der Massage entspannen konnten. 

Voller Leidenschaft zeigte uns der Masseur Heinz Gasser anschliessend seine Massagekünste und berichtete von seinen Erfahrungen in der Sportmassage als Betreuer der schweizerischen Bob- und Rad-Nationalmannschaft. Zum Kursabschluss bot sich die Möglichkeit, den Experten Emmanuel Abt und Simon Heinis knifflige Fragen zum Thema Tapen und zur Diagnostik von Verletzungen zu stellen. Mit Jan-Arie Overberg konnten die Notfallszenarien „On-Field“ nochmals geübt werden. 

 

Alle 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Prüfung bestanden! Beim Apéro stiessen wir erfreut zum bestandenen Sportbetreuer-Kurs an und pflegten die Gemeinschaft.

 

Zu Recht wirbt SART mit dem Slogan „Aktiv vernetzt“

Die Vernetzung und der spannende Fachaustausch mit Experten aus unterschiedlichen Berufsgruppen ist auch in diesem Kurs gelungen. An dieser Stelle gilt ein grosses Dankeschön den Kursorganisatoren Séverine Albini und Thomas Balke für ihr Engagement. An alle praktizierenden und zukünftigen Sportbetreuer, Neugierigen und Interessierten: Der Sportbetreuer-Kurs von SART ist (fast) ein Muss und kann wärmstens empfohlen werden. LOOOOOOS anmelden – der nächste Kurs beginnt bereits im Frühjahr 2020...

 

Stephanie Uebersax

0 Kommentare

Netzwerkblog im August - CAS Sportphysiotherapie 2020

Immer freitags steht der Blog allen aus unserem Netzwerk zur Verfügung. Heute übernehmen die Verantwortlichen des CAS Sportphysiotherapie Guido Perrot und Geert Pagenstert. Das nächste Studiengang startet im Januar 2020.

Die Anmeldung für den Studiengang CAS Sportphysiotherapie ist eröffnet. Das erste Modul findet vom 16. - 18. Januar statt. Kursort ist das Universitätsspital Basel.

Die beiden Studienleiter Guido Perrot und Geert Pagenstert erläutern im Magazin der Universität Basel (siehe unten, Magazin Seiten 10 - 15) welche Inhalte behandelt werden und an wen sich das CAS richtet. Teilnehmende des letzten Studienganges blicken zurück schildern ihre Erfahrungen.

 

Lesenswert für alle, die sich für den Studiengang interessieren. 

 

Für Schnell-Lesende das Wichtigste vorab:

  • Der CAS Sportphysiotherapie vermittelt theoretische und praktische Inhalte des Fachgebiets mit dem Ziel, den besten Transfer dieses Wissens in den Berufsalltag zu ermöglichen.
  • Die Studierenden erlernen die sportphysiotherapeutischen Prinzipien für einen zielführenden und progressiven Belastungsaufbau, um Patienten nach einer Verletzung erfolgreich zurück in den Breiten- bzw. Leistungssport begleiten zu können.
  • Um diesen Rehabilitationsprozess zu unterstützen, sind wesentliche Aspekte von Bindegewebsphysiologie, Wundheilung, Biomechanik und Trainingswissenschaften sowie evidenzbasierte aktive Therapien Teile des Unterrichts. 
  • Die Prävention von Verletzungen, die Bedeutung der Kommunikation in der Rehabilitation bzw. im Leistungssport, die Belastungsdosierung bei Kindern und Jugendlichen und die Anwendung von sportphysiotherapeutischen Massnahmen bei chronischen Erkrankungen sind weitere Schwerpunktthemen des Studiengangs.
  • Der CAS besteht aus 24 Kurstagen, die in 8 Themenbereiche zu je 3 bis 6 Tagen aufgeteilt sind, sowie einer Fallbeispielsabschlussprüfung. 
  • Das Studium setzt sich aus Präsenzzeit und Selbststudium zusammen und findet in Form von Vorlesungen, praktischen Unterrichtseinheiten sowie Fallbeispielbearbeitungen statt. 
  • Aufnahmevoraussetzung ist ein Hochschulabschluss in Physiotherapie oder eine äquivalente Ausbildung.
Download
CAS Sportphysio
Ein übersichtlicher Bericht über das nächste CAS Sportphysiotherapie im Magazin für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Basel.
AS_MAGAZIN_2019_RZ_WEB.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.3 MB
0 Kommentare

Kurz, kürzer, Muskelfaserriss?

Weisen verkürzte Hamstrings ein erhöhtes Verletzungsrisiko auf? Martin Hauser und Christa Dündar-Jenni haben sich dieser Frage in ihrer Bachelorarbeit gewidmet.

In der Gegenüberstellung der sechs Studien zeigt sich eine Tendenz, dass verkürzte Hamstrings bei männlichen Sportlern einen Zusammenhang mit deren Verletzungsrisiko aufweisen. Eine abschliessende Beantwortung der Fragestellung dieser Bachelorarbeit ist aufgrund der unterschiedlichen Resultate jedoch nicht möglich. 

Trotzdem kann mit der aufgezeigten Tendenz eine Empfehlung für Physiotherapeutinnen und -therapeuten sowie Freizeit- und Profisportlerinnen und -sportler für die Prävention und Rehabilitation von Hamstringsverletzungen abgegeben werden: 

 

  • Einerseits sollten Sportlerinnen und Sportler, welche zu verkürzten Hamstrings neigen, für eine Verletzungsprophylaxe darauf achten, ein grösstmögliches ROM zu erreichen und zu erhalten. Ein Muskellängentest zu Saisonbeginn kann sinnvoll sein, um Sportlerinnen und Sportler mit verkürzten Hamstrings zu erkennen. Risikofaktoren für eine Muskelverkürzung wie lange Immobilisation oder einseitige Trainingsgewohnheiten sollen ausserdem möglichst vermieden werden. 
  • Andererseits soll nach einer erfolgten Verletzung vor der Wiederaufnahme der sportlichen Tätigkeit grosser Wert gelegt werden, wieder ein physiologisches ROM zu erreichen, um die Gefahr einer Retraumatisierung so klein wie möglich zu halten. 

 

Nur zwei der sechs Studien machen eine Aussage darüber, wie stark das Verletzungsrisiko durch verkürzte Muskulatur zunimmt. Für Sportlerinnen und Physiotherapeuten wäre es wichtig, eine konkrete Aussage über die Risikozunahme zu erhalten, um beurteilen zu können, ob sich der Aufwand für gezieltes Dehnen oder andere Präventivmassnahmen überhaupt lohnt. Ausserdem hat sich gezeigt, dass das Risiko, eine Hamstringsverletzung zu erleiden, von vielen Faktoren abhängt. Somit drängt sich die Frage auf, ob es Sinn macht, den Faktor „Muskellänge“ isoliert zu betrachten, wie es in einigen Studien gemacht wird.

 

Hamstringsverletzungen ereignen sich meistens in derjenigen Phase der Sprintbewegung, in welcher die Muskelgruppe exzentrisch belastet wird (vgl. Kapitel 3.2.4). Dabei werden die Hamstrings dynamisch gedehnt. Inwiefern eine statische, endgradige Messung des ROMs eine Aussagekraft bezüglich Verletzungsgefahr hat, bleibt deshalb ebenfalls fraglich.

 

Die Aussage der Bachelorarbeit lässt zudem die Frage aufkommen, welche Massnahmen sinnvoll sind, um Muskelverkürzungen entgegenzutreten bzw. um das ROM zu erhalten oder zu verbessern. Oft kommt als Massnahme Dehnen zum Einsatz. Der Wirkungsgrad des Dehnens ist unter Fachleuten jedoch umstritten. 

 

Eine weitere Unklarheit betrifft die exzentrische Kraft der Hamstrings. Im Kapitel 3.2.4 (Bachelorarbeit im Anhang unten) wird beschrieben, dass beim Sprint eine hohe exzentrische Kraft der Hamstrings notwendig ist. Bei verkürzten Hamstrings ist eine noch höhere Kraft gefordert, wodurch das Verletzungsrisiko steigt. Als Konsequenz daraus könnte ein Ansatz für die Physiotherapie sein, einen verkürzten Muskel nicht nur zu dehnen, sondern auch gezielt mit exzentrischem Krafttraining zu behandeln. Dies könnte sowohl für die Prävention als auch gegen Ende der Rehabilitation einer Hamstringsverletzung von Bedeutung sein. Die Evidenz dieser Therapiemassnahme bleibt jedoch Gegenstand weiterer Untersuchungen. 

 

Der Einfluss eines verkürzten M. quadriceps auf Hamstringsverletzungen wurde nur in einer Studie untersucht und ist deshalb noch weitgehend ungeklärt. Auch diesbezüglich sind weitere Studien wünschenswert.

 

 

Christa Dündar-Jenni, Zürich, Email an Christa Dündar-Jenni

Martin Hauser,  Zürich, Email an Martin Hauser

 

Weitere Informationen in der Bachelorarbeit. Zum Download geht es hier entlang:

Download
Bachelorarbeit
Hauser_Martin_Jenni_Christa_Physiotherap
Adobe Acrobat Dokument 1.1 MB

Literaturangaben:

  • Arnason, A., Sigurdsson, St. B., Gudmundsson, A., Holme, I., Engebretsen, L. & Bahr, R. (2004). Risk Factors for Injuries in Football. The American Journal of Sports Medicine, 32. doi:10.1177/0363546503258912 
  • Bant H., Haas H.J., Ophey M. & Steverding M. (2011). Sportphysiotherapie. Stuttgart: Thieme. 
  • Bennell, K., Tully, E. & Harvey, N. (1999). Does the toe-touch test predict hamstring injury in Australian Rules footballers? Australian Journal of Physiotherapy, 45. Retrieved from http://svc019.wic048p.server-web.com/ajp/vol_45/2/ AustJPhysiotherv45i2Bennell.pdf 
  • Bradley, P. S. & Portas, M. D. (2007). The Relationship Between Preseason range of Motion and Muscle Strain Injury in Elite Soccer Players [Electronic version]. Journal of Strength and Conditioning Research, 21 (4), 1155-1159. 
  • Brukner P. & Khan K. (2002). Clinical Sports Medicine. New York City: McGraw-Hill Publishing Co. 
  • Cohen, J. (1988). Statistical power analysis for the behavioral sciences. New Jersey: Lawrence Erlbaum Associates 
  • Downs, S.H. & Black, N. (1998). The feasibility of creating a checklist for the assessment of the methodological quality both of randomised and non-randomised studies of health care interventions. Journal of Epidemiology & Community Health, 52, 377-384. doi: 10.1136/jech.52.6.377 
  • Gabbe, B. J., Finch, C. F., Bennell, K. L. & Wajswelner, H. (2004). Risk factors for hamstring injuries in community level Australian football. Br J Sports med, 39, 106-110. doi: 10.1136/bjsm.2003.011197 
  • Hartung, J., Knapp, G. & Sinha, B.K. (2008). Statistical Meta-Analysis with Application. New York: Wiley & Sons 
  • Heiderscheit, B. C., Sherry, M. A., Silder, A., Chumanov, E. S. & Thelen, D. G. (2010). Hamstring Strain Injuries: Recommendations for Diagnosis, Rehabilitation, and Injury Prevention.Journal of orthopaedic sports physical therapy, 40(2) 67-81.
  • Henderson, G., Barnes, Ch. A. & Portas, M.D. (2009). Factors associated with increased propensity for hamstring injury in English Premier League soccer players. Journal of Science and Medicine in Sport, 13, 397-402. doi: 10.1016/j.jsams.2009.08.003 
  • Lindel, K. (2007). Muskeldehnung. Berlin: Springer. 
  • Law, M., Stewart, D., Pollock, N., Letts, L., Bosch, J. & Westmorland, M. (1998). Formular zur kritischen Besprechung quantitativer Studien. Retrieved from: http://www.srs-mcmaster.ca/Portals/20/pdf/ebp/quantform.pdf 
  • Müller-Wohlfahrt H., Ueblacker P. & Hänsel L. (2010). Muskelverletzungen im Sport. Stuttgart: Thieme. 
  • Opar D.A., Williams M.D. & Shield A.J. (2012). Hamstring Strain Injuries: Factors that Lead to Injury and Re-Injury. Sports Med, 42(3), 1-18. 
  • Orchard J. & Best TM. (2002). The management of muscle strain injuries: an early return versus the risk of recurrence. Clin J Sport Med, 12, 3-5. 
  • Saner, J. (2009). Skript Muskeldehnungen. ZHAW - Departement Gesundheit, Institut für Physiotherapie ZHAW. 
  • Schünke S., Schulte E., Schumacher U., Voll M. & Wesker K. (2009). Prometheus: Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem. Stuttgart: Thieme. 
  • Van den Berg, F. (2005). Angewandte Physiologie: Das Bindegewebe des Bewegungsapparates vertstehen und beeinflussen. Stuttgart: Thieme. 
  • Witvrouw, E., Danneels, L., Asselman, P., D’Have, Th. & Cambier, D. (2003). Muscle Flexibility as a risk Factor for Developing Muscle Injuries in Male Professional Soccer Players. The American Journal of Sports medicine, 31. Retrieved from http://ajs.sagepub.com/content/31/1/41.full.pdf+html

 

0 Kommentare

Auf geht's ins zweite Halbjahr - Highlights!

und auf das und vieles mehr dürft ihr gespannt sein

Wir melden uns zurück aus der Sommerpause. Vollgetankt mit Sonne und neuer Energie geben wir heute einen Einblick in die Events die uns in der zweiten Jahreshälfte erwarten.

 

Diese ist vor allem für alle Tennisfreunde ein Highlight, denn am 23. Oktober führen wir zum 17. Mal den SSMT der Swiss Indoors in Basel durch. Für alle die noch nicht dabei waren, es handelt sich dabei um das Swiss Sport Medicine for Tennis Symposium im Rahmen der ATP World Tour 500. 

Der Fokus liegt dieses Jahr wieder auf der konservativen Orthopädie mit der vermeintlichen Divergenz zwischen Mobilität und Stabilität. Ganz im Sinne der Interprofessionalität haben wir Referenten aus unterschiedlichen Berufsgruppen eingeladen, denn wir glauben, dass die Zusammenarbeit aus den unterschiedlichen Bereichen einen Erfolgsfaktor in der Gesundheitsversorgung darstellt. Unsere Experten referieren unter anderem über Neuroathletik, Assessments, Schmerz und Training. Diese Themen werden im Anschluss bei praxisorientieren Workshops vertieft.

 

Mehr Informationen zum Tagesablauf und den Referenten könnt ihr auf der Internetseite oder hier erfahren. Im Anschluss an das Symposium können alle Interessierten die einzigartige Tennisluft der Swiss Indoors schnuppern und mit ein bisschen Glück unser Tennisass Roger Federer sehen, der sich bei dem Swiss Indoors bereits angemeldet hat. 

 

 

Für Kurz-Entschlossene gibt es noch Plätze in unserem neuen Kurs „Funktionelle Assessments in der aktiven Rehabilitation“. Der eintägige Kurs findet diesen Samstag, 17.08.19, im Merian Iselin Spital Basel statt und richtet sich vor allem an praxisorientierte (Sport)Physiotherapeutinnen und - therapeuten, die am Ende des Tages mit evidenzbasierten, up to date Tests der oberen und unteren Extremität für die Rehaplanung nach Hause gehen möchten. Für mehr Informationen.

 

 

Unsere Friends der Altius Klinik in Rheinfelden veranstalten am am 9. November den 2. Sports Medical Performance Day statt. Dabei werden sowohl konservative als auch operative Behandlungsmöglichkeiten von Sportverletzungen von ausgewiesenen Experten aus dem In- und Ausland durchleuchtet. Zusätzlich finden Workshops statt, die verschiedene Rehabilitationen nach Komplexverletzungen, Versorgung mittels Einlagen und Orthesen sowie verschiedene Untersuchungen thematisieren. Hier mehr erfahren

 

 


Ausblick ins 2020

Und zu guter Letzt noch ein kleiner Sprung ins nächste Jahr:

 

Die Vorbereitungen für das 3. Symposium Akutstationäre Physiotherapie am 15. Januar laufen bereits. Im Anschluss an das Symposium wird es Gelegenheit geben sich mich Kollegen auszutauschen. Zu diesem Austausch sind auch Nicht Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich eingeladen. 

 

Hier findet ihr mehr Informationen zum Symposium.

Jetzt ist die Anmeldung für den CAS Sportphysiotherapie eröffnet. Die Ausbildung besteht aus 8 Modulen, das Erste startet am 16. Januar.

 

SART Mitglieder profitieren von Sonderkonditionen.

 

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, meldet euch jetzt an.

 

Wie ihr seht, es geht viel. Kommt vorbei, seid neugierig, vernetzt Euch für eine starke und einflussreiche Physiotherapie. Wir wünschen Euch einen schönen Restsommer. 

 

Euer SART Team.

0 Kommentare