Danke für 20 Jahre SART!
Dutzende Symposien, unzählige Fort- und Weiterbildungskurse, zahlreiche Abschlüsse und viele erfolgreich lanciert Projekte: Mit Freude und Stolz konnten wir dieses Jahr das 20-jährige Bestehen der SART feiern und auf eine ereignisreiche Vereinsgeschichte zurückblicken.
Caius Schmid, Ehrenmitglied der SART.
Während die passive Physiotherapie zur damaligen Zeit modern war, befand sich die aktive Rehabilitation in der Schweiz erst kurz vor ihrer Etablierung in derphysiotherapeutischen Nachbehandlung. Auf Anfrage von Prof. B. A. M. van Wingerden gründeten wir im Jahr 1998 die Schweizerische Arbeitsgruppe für Rehabilitationstraining (SART) und wurden damitzum ersten grösseren Schweizer Verein zum Thema aktive Rehabilitation bzw. Sportphysiotherapie. Bereits gegründet war die Schweizerische Gesellschaft für erweiterte Physiotherapie (SGEP, späterUnterverein der SART), dennoch erschien uns unser Hauptanliegen, die Förderung der aktiven Rehabilitation, wichtig genug, um einen neuen Verein zu gründen. Gestartet sind wir zu fünft, wovon dreider Gründungsmitglieder noch immer mit dabei sind.
Heute zählt unser Netzwerk über 300 Mitglieder, einen über 30-köpfigen fachlichen Beirat und zahlreiche Partner, Sponsoren und «Friends».
Gemeinsam die aktive Rehabilitation zu fördern, Betreuungskonzepte weiterzuentwickeln und die Qualitätsverbesserung in der physiotherapeutischen Behandlung von Sportverletzungen– diese Ziele hatten wir uns schon damals auf die Fahne geschrieben. Realisiert konnten diese Visionen mit einem Willen und einem ausserordentlichen Engagement, welche sich bis heute in allenVereinsaktivitäten und Projekten wiederfinden lassen. Es ist auch diese stete Begeisterung und Motivation meiner Vorstandskolleginnen und -kollegen und der Vereinsmitglieder, die mich noch immerinspirieren.
Engagierte Macherinnen und Macher.
Der Vorstand der SART vlnr: Nicole Klein-Scheidegger (Gründungsmitglied), Guido Perrot (Gründungsmitglied), Heike Drossard-Dierssen, Simon Heinis (Gründungsmitglied), ClaudiaLutz-Diriwächter, Felix Zimmermann
Wenn ich persönlich auf die prägendsten Momente in unserer Vereinsgeschichte zurückblicke, stehen einige bedeutende Ereignisse und Projekte heraus. Ein Meilenstein in derVereinsgeschichte ist ActivDispens, welches auf meine Initiative hin im Projekt «Bewegung trotz Sportdispens»von Claudia Diriwächter und Christoph Wechsler ausgearbeitet wurde und Sport unterrichtenden Lehrpersonen eine Hilfe gibt, wie teildispensierte Kinder und Jugendliche dennoch korrekt und aktiv inden Schulsport integriert werden können. Mit Unterstützung des Bundes wurde das Konzept zu einem breiten Übungskatalog samt Webtool und App ausgearbeitet. ActivDispens wird heute in über 200Schulen angewendet und gehört zum festen Bestandteil des Studiums an pädagogischen Hochschulen der Schweiz. Dadurch wird das System schon in der Ausbildung zukünftiger Lehrpersonen vorgestellt.
Dieses Jahr feiern wir auch 10 Jahre SART Sportbetreuer Kurs (SSB), der von Felix Zimmermann initiiert wurde.Hinter diesem einmaligen Angebot stand die Idee, Grundlagen für die sportmedizinische Betreuung für alle diejenigen zu schaffen, die in Sportvereinen oder an Sportanlässen in einer betreuendenFunktion sind. Seit der Einführung konnten wir mit der fachlichen Unterstützung von Top-Referenten und Spitzensportlern über 200 Sportbetreuende ausbilden.
Die Lancierung des CAS Sportphysiotherapie gemeinsam mit derUniversität und dem Universitätsspital Basel stellt ein weiterer Höhepunkt unserer Vereinsgeschichte dar. Seit der Gründung der SART haben aktive Behandlungsmethoden zur Erhaltung bzw. Förderungder körperlichen Belastbarkeit stark an Bedeutung gewonnen und konnten weitgehend in die physiotherapeutische Nachbehandlung integriert werden. Mit dem CAS können wir nun die theoretischen undpraktischen Inhalte rund um die Sportphysiotherapie vermitteln und für einen bestmöglichen Transfer in den Berufsalltag sorgen. Am ersten Durchgang nahmen dieses Jahr 19 Studierende teil. Derzweite Durchgang startet im kommenden Januar.
Geht es um besonders eindrückliche Anlässe in der SART Vereinsgeschichte, steht unser SymposiumSSMT by SART an erster Stelle, das dieses Jahr zum 16. Mal durchgeführt wurde. Der Tag voller anregender Fachtalks und Workshops und der anschliessende Besuch an den Swiss Indoors Basel istjedes Jahr aufs Neue ein toller Anlass für die Netzwerkarbeit und den Erfahrungsaustausch.
In Erinnerung geblieben ist mir auch unser fünfjähriges Jubiläum in der Mustermesse Basel, wo wir Christian Gross, damaliger Trainer beim FC Basel, als Ehrengast begrüssen konnten. Und zum15-jährigen Jubiläum der SART hatten wir den wohl bekanntesten Sportmediziner der Welt, Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, eingeladen, der bei seinem Auftritt über seine Erfahrungen alsMannschaftsarzt erzählte.
Der Austausch von Wissen und Erfahrung war der SART schon immer ein grosses Anliegen. Mit der Neuorganisation unseres Vereins vor ein paar Jahren konnten wir schliesslich denFokus vermehrt auf die SART als Vernetzungsplattform setzen. Mit diesem aktiven Netzwerk können wir unsere Mitglieder noch besser mitnationalen und internationalen Partnern, Sponsoren und Friends in Verbindung bringen, den fachlichen Austausch stärker fördern und noch mehr qualifizierte Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen.
Es ist dieser regelmässige Dialog miteinander und mit anderen Berufsgruppen und Disziplinen, der für unseren Verein unabdingbar war und ist. Denn dieser bringt uns alle gemeinsamweiter in der fachlichen, inhaltlichen und wirtschaftlichen Entwicklung und Vermittlung der aktiven Rehabilitation.
Die letzten beiden Jahrzehnte haben viel Freude, aber auch viel Arbeit mit sich gebracht. Ich möchte mich daher im Namen des SART-Vorstands bei allen, die an der Entwicklung und am Erfolg derSART direkt und indirekt beteiligt waren oder noch beteiligt sind, herzlichen bedanken. Ohne das Engagement vieler Einzelpersonen, Mitgliedern, Partnern, Sponsoren und «Friends» wäre unser Erfolg nicht denkbar.
Auf die nächsten zwanzig Jahre!
Frohe Festtage und bis an einem unserer Anlässe im kommenden Jahr.
Guido Perrot, Präsident
