Kommunikation mit Patient*innen – ein Klacks?
In jeder Therapiesitzung alle vier Ohrenbereit zu halten und leichtfüssig von der Sach- zur Emotionsebene undwieder zurück zu hüpfen ist Tagesform abhängig (oder überhaupt!) nichtimmer einfach. Sechs simple Tipps aus dem (Physio-)Therapie-Alltag, die vielleicht auch deine vier Ohren unterstützen haben unsere Friends von Science2practice für Euch zusammengestellt.

Tipp 1: Unkompliziert
So einfach wie’s klingt: Macht’s euch einfach. Die Patient*innen geben in den wenigsten Fällen zu, wenn sie etwas nicht verstanden haben. Und sie sind auch nicht unbedingt beeindruckt, wenn wirFachchinesisch brabbeln. Bildhafte, simple Erklärungen führen effizienter ans Ziel.
Tipp 2: Weniger ist mehr
Lieber kurz überlegen, was du dem/der Patient*in erklären willst. Zu viele Details oder zu vertiefte Erläuterungen können eher verwirren. Konzentrier dich auf die wirklich relevanten Facts.
Tipp 3: Again and again
Wiederholung ist der Schlüssel. Erst wenn wir uns selber nicht mehr hören können, ist die Botschaft beim Gegenüber sicher angekommen.
Tipp 4: The importance of being earnest
Auf Augenhöhe kommunizieren und dabei möglichst wenig Interpretationsspielraum zulassen. Konkrete Ziele formulieren, eindeutige Hausaufgaben mitgeben (definierter Dosierung). So fühlt sichder/die Patient*in ernst genommen und weiss, was er zu tun hat. Selbstwirksamkeit Ahoi und Verantwortung langsam abgeben.
Tipp 5: Kein «warum»
Offene Fragen sind wichtig. W-Fragen die mit «woher, wann, wieviel, weshalb, …» beginnen sind essentiell, um einen unverfälschten Eindruck des Gegenübers zu erhalten. Bei einer «warum»-Fragehaben aber manche das Gefühl, sich verteidigen oder rechtfertigen zu müssen.
Tipp 6: Vertrauen ist die halbe Miete
Empathische Sprache, Fingerspitzengefühl: Nachfragen, ob das Gesagte verstanden wurde. Wiederholen lassen, geduldig bleiben. Blickkontakt baut Vertrauen auf. Nicht wie ein Wasserfall reden,deutliche Formulierungen wählen.
…natürlich gibt es auch immer jene Gegenüber, die mit Fachchinesisch, schnellen Themenwechseln, ausgeklügelten Detailerklärungen und herablassendem Fachsimpeln einwandfrei zurechtkommen. Aberupgraden fällt in der Regel leichter 😉.